OPSI – oder warum Softwareverteilung gut ist

Wer wünscht sich bei Installationen mit >=10 PCs nicht dass die Installation der PCs soweit wie möglich automatisiert abläuft? Ich jedenfalls schon – und der Faktor Mensch ist neben der offenbar schnellern Installation im Silent Modus nicht zu verachten.

Bei größeren Kundeninstallationen kann die Einrichtung einer Softwareverteilung und die damit einhergehende Softwarepaketierung die Arbeit ungemein erleichtern. Das Installieren eines PCs mit allen manuellen Vorgängen (Installation der einzelnen Programme und Anpassung der Installation, Kopieren weiterer Dateien, entfernen von bereits vorinstalliertert Software) dauert leicht mehrere Stunden. Von den Windows Updates mal abgesehen.

Ein paar Artikel zu dem Thema findet man hier:

Wenn man eine Softwareverteilung einsetzt verschiebt sich der Einrichtungsaufwand etwas in Richtung der Paketierung und der Tests der Pakete. Deswegen ist der Einsatz auch erst ab einer bestimmten Anzahl wirklich sinnvoll. Bei kleinen Kunden (wenn kein Paketierungsknowhow vorhanden ist kann das bis zu >30 PCs sein – sonst eher <=10) ist es in der Regel schneller die PCs von Hand zu installieren und auch entsprechende Anpassungen von Hand vorzunehmen.

Man sollte nicht unbedingt nur eine Softwareverteilung einsetzten. Ich verwende genrell auch Gruppenrichtlinien zur Anpassung der Einstellungen und WSUS zum Aktualisieren von Microsoft Produkten. Ich denke nicht, dass die Windows Updates in eine Paketverteilung gehören (bei sehr großen Firmen kann das aber dennoch sinnvoll sein).

Nach kurzer Suche in Google habe ich mich für OPSI entschienden. Die Gründe dafür sind:

  • Es ist eine Installation per PXE möglich
  • Es ist möglich den PC per PXE zu löschen
  • Software kann on Demand (Software Kiosk) angefordert werden
  • Die Paketierung ist relativ einfach
  • Es gibt eine gute Dokumentation
  • Bei Bedarf bekommt man Support
  • Es sind weitere (kostenpflichtige) Module vorhanden (insbesondere sollte hier die OTRS Integration genannt werden)
  • Lizenzmanagement ist möglich (im Moment noch kostenpflichtig)
  • Bei der Auswahl eines Paketes für einen oder mehere PCs ist eine Parametrisierung möglich (Beispielsweise für OU, Benutzername und Passwort beim automatischen Domänenbeitritt)
  • WakeOnLan
  • Hard- und Softwareinventarisierung

Wenn die Installation von PCs per PXE nicht notwendig ist kann in manchen Fällen auch OCS NG verwendet werden – besonders dann, wenn man keinen Agent verwenden will (es wird keiner benötigt) und eine äußerst umfängliche Inventarisierung der Hard- und Software inclusive der Lizenzen haben möchte. Außerdem eignet sich ohne Inventarisierung und PXE Installation auch noch WPKG.

Jetzt aber mal zu OPSI selbst – die Installation kann man sich sparen wenn man das vorgefertigte VMWare Image verwendet. Da man wie bereits geschrieben von einer gewissen Stückzahl an PCs ausgehen sollte und dadurch in der Regel auch etwas Infrastruktur vorhanden sein müsste ist das meistens die beste Wahl (ich selbst bevorzuge die manuelle Installation – auch auch VMWare).

Wichtige Informationsquellen:

Ich verwende und empfehle die folgenden herunterladbaren Pakete für OPSI (man kann die Pakete entpacken und die enthaltene Software auf aktuelleren Stand bringen):

Windows Domänen Anmeldung mit Parametern in OPSI Configedhttp://download.uib.de/opsi4.0/products/contribute/full-package/windomain_1.0-1.opsi
IrfanViewhttp://download.uib.de/opsi4.0/products/contribute/full-package/irfanview_4.25-2.opsi
TrueCrypthttp://download.uib.de/opsi4.0/products/contribute/full-package/truecrypt_7.0a-1.opsi

Bei Gelegenheit schreibe ich noch etwas mehr zu OPSI.

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