OPSI Acronis 2012 netboot PXE

Wir beschäftigen uns momentan mit der Softwareverteilung mit OPSI.
Nun wollten wir mal fern ab von den Standardscripten Acronis TrueImage via PXE booten lassen.

Eigentlich ganz einfach dachten wir, doch leider falsch gedacht.

Andreas war frohen Mutes und erstellte über opsi-newproduct ein netboot Packet, ISO war vorhanden und damit waren wir aber schon am Ende. Nach 5 Sekunden PXE Boot wurde abgebrochen mit der Meldung „Can´t find acronis/cd.iso“

Bei der anschließenden Suche im Internet waren wir froh, dass wir nicht die Einzigen mit diesem Problem waren. Es wurde uns schnell klar, dass wir es vergessen konnten das ISO über PXE zu laden da es zu groß für den atftp von OPSI ist. Auch eine Vergrößerung der Blocksize brachte uns nicht zum Erfolg – im Gegenteil der atftp versagte darauf hin seinen Dienst. Im Übrigen meckert OPSI auch im atftp log das die Blocksize nicht passt…

Wir versuchten dann wie im OPSI Forum beschrieben direkt Acronis zu Booten: (https://forum.opsi.org/viewtopic.php?f=7&t=3922&start=10 / Beitrag von msc)

Das klappte im ersten Anlauf leider auch nicht. Die kernel.dat konnte nicht gefunden werden. Was ja aber nicht sein kann, da sie definitiv vorhanden ist.

Was war da faul? In unserem Fall war Windows schuld. Wir enpackten die Daten unter Windows und kopierten Sie auf die OPSI Netzwerkfreigabe, dabei wurden die Dateien kernel.dat und ramdisk.dat beschädigt oder anders geartet verändert.

Als wir das ISO unter Linux direkt entpackten startete Acronis über PXE – oh Wunder.
So weit so gut. Jetzt bekamen wir nur die Meldung, dass wir eine „Trial Version“ benutzen würden.

Aber auch hierfür gab es eine Lösung:
http://www.gtkdb.de/index_7_1290.html

– USB Stick besorgen
– In Acronis einen Bootbaren USB Stick erstellen
– Den Stick abziehen und in den Linux Server stecken (oder in der VM an den Server durchreichen)
– Die Datei „dat2“ in „ramdisk.dat“ umbenennen (unter Linux)
– Die Datei „dat3“ in „kernel.dat“ umbenennen (unter Linux)
– Die beiden neuen Dateien in das Acronis PXE root kopieren
– per PXE booten

Wichtig! diese Dateien dürfen nicht von Windows auf die Maschiene kopiert werden, da es sonst wieder nicht funktioniert. Warum auch immer.
Eigentlich benötigen wir auch nur die dat2.dat (ramdisk.dat), da dort die Lizenz Informationen abgespeichert sind.

Anleitung in Kurz:

– nach OPSI Handbuch ein neues netboot Paket erstellen
– Die Acronis PXE Config Datei sollte wie folgt aussehen:
label acronis
kernel acronis/kernel.dat
append initrd=acronis/ramdisk.dat vga=791 root=/dev/ram0 quiet
– Acronis installieren mit gültiger Lizenz
– Mit Acronis eine Rettungs CD Image / ISO erstellen
– Dieses Image auf ein OPSI Share kopieren (gerne auch unter Windows)
– Aus dem ISO den Ordner „Recovery Manager“ in den Ordner /tftboot/linux/acronis entpacken (nicht unter Windows entpacken oder die Dateien in das OPSI kopieren)
– USB Stick besorgen
– In Acronis einen Bootbaren USB Stick erstellen
– Den Stick abziehen und in den Linux Server stecken (oder in der VM an den Server durchreichen)
– Die Datei „dat2.dat“ in „kernel.dat“ umbenennen (unter Linux)
– Die Datei „dat3.dat“ in „ramdisk.dat“ umbenennen (unter Linux)
– Die beiden neuen Dateien in das Acronis PXE root kopieren und die vorhandenen überschreiben
– per PXE Booten

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